12 Fragen an: Verena Heimann

von Johanna Touoda

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05. Mai 2018

Für Die Grünen tritt als Kandidatin des Wahlkreises Innenstadt/Altstadt Verena Heimann (26) am 6. Mai zur Kommunalwahl in Kiel an. Sie ist gelernte Zahntechnikerin und studiert zurzeit Soziologie und Politikwissenschaften an der Christian-Albrechts-Universität.

Wie sieht ein guter Tag für Sie aus?

Ein guter freier Tag beginnt für mich mit einem Kaffee und danach einer kleinen Jogging-Runde an der Förde. Je nach Wetterlage würde ich mich dann mit einem guten Buch entweder an den Strand oder auf die Couch legen. Abends ein gemeinsames Essen mit Freund*innen und dann ist der Tag für mich schön vollendet. Ein guter Arbeits-/Uni-Tag beginnt für mich auch mit einem Kaffee. Danach hoffe ich auf gut gelaunte Kommiliton*innen, spannende Vorlesungen und Seminare und einem produktiven Diskurs im Arbeitskreis und in der Fraktion.

Wer ist Ihr Vorbild?

Ein direktes Vorbild habe ich nicht. Ich bewundere starke Frauen, die ihren eigenen Weg gehen, mutig sind und für ihre Werte einstehen. Wenn explizit ein Name gewünscht ist, entscheide ich mich für Sophie Scholl.

Was regt Sie so richtig auf?

Jegliche Form von Gewalt.

Was hat Sie motiviert, in die Lokalpolitik zu gehen?

Meine Vorstellung davon, etwas zu verändern – zu verbessern. Die Kommunalwahl wird von vielen Menschen aus Unkenntnis als unwichtig wahrgenommen. Dabei wird auf dieser Ebene so viel entschieden, was die Bürger*innen direkt betrifft. In der Lokalpolitik gefällt mir der konkrete Bezug zu verbesserungswürdigen Dingen direkt vor meiner Haustür.

Wie vereinbaren Sie Ihr kommunalpolitisches Engagement mit Ihren anderen (beruflichen) Verpflichtungen?

Ein gutes Zeitmanagement hilft mir dabei, dass sich Verpflichtungen wie beispielsweise Uni und Freund*innen mit meinem kommunalpolitischen Engagement gut vereinbaren lassen. Auf der anderen Seite erfahre ich aus meinem Umfeld einen sehr großen Rückhalt bezüglich des Ehrenamtes und Verständnis für Terminverschiebungen.

Woher kommen Ihre politischen Haltungen?

In der Schulzeit habe ich mitbekommen, wie Mitschüler*innen ausgegrenzt wurden und habe mich für sie eingesetzt. Als damalige Klassensprecherin sowie jetzige Vertreterin der Fachschaft SoPo liegt mit das Miteinander besonders am Herzen. Als 2014/2015 die Stimmen am rechten Rand immer lauter wurden, war für mich klar: Soweit darf es gar nicht erst kommen!

Was ist das beste Buch, das Sie je gelesen haben?

Da fällt es mir sehr schwer, mich zu entscheiden, da ich es liebe zu lesen. Harry Potter, der kleine Hobbit und der Junge im gestreiften Pyjama.

Woran denken Sie, wenn Sie nicht einschlafen können?

Um ehrlich zu sein, frage ich mich, welches Hörbuch ich mir zum Einschlafen anmache oder welche Serie. Ganz unspannend.

Auf welche Erfolge aus Ihrer kommunalpolitischen Laufbahn sind Sie besonders stolz?

So lang ist meine kommunalpolitische Laufbahn noch gar nicht. Jedoch bin ich stolz darauf, mit angestoßen zu haben, dass die Erweiterung der Plätze im Frauenhaus geprüft wird sowie ein zweiter Standort.

Was ist – Ihrer Meinung nach – die beste Lösung für die Probleme in unserer Gesellschaft?

Kommunikation, Wertschätzung, Toleranz und Empathie. Wenn sich jeder Mensch als Teil der Gesellschaft sieht, wahrnimmt und auch so handelt.

Was nimmt – Ihrer Meinung nach – zu viel Raum in der politischen Debatte ein?

Wie damals schon in der Schule: Dass sich gemeldet wird und obwohl bereits alles gesagt wurde ein „Das finde ich auch, weil….“ wiederholt wird.

Wovor fürchten Sie sich am meisten?

Dementoren.

Vielen Dank für das Gespräch!

Die Fragen wurden per E-Mail an die Gesprächspartner*innen beziehungsweise an die zuständigen  Pressesprecher*innen  geschickt und schriftlich beantwortet.


Bildquelle: Anna-Lena Cordts

 

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Über Johanna Touoda

Johanna Touoda

Johanna studiert seit dem Wintersemester 2016/17 Deutsch und Soziologie an der CAU. Sie ist seit Oktober 2016 Teil der ALBRECHT-Redaktion. Seit Juli 2017 leitet sie das Kulturressort.

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2 Comments

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  1. Was ist ein „Dementor“?

    • Jennifer Du

      Verena Heimann referiert mit ihrer Antwort auf gruselige, magische Wesen aus Harry Potter!

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