Baumaßnahmen: Uni Kiel wächst

Neue Gebäude, moderne Wissenschaft und die Veloroute 10

Visualisierung des geplanten Neubaus der Geowissenschaften / Quelle: nickl + partner, via CAU Kiel

Nicht nur der Baulärm verrät es, auch fürs Auge wird es immer deutlicher: Es tut sich was auf dem Kieler Campus. An allen Ecken und Enden wird gehämmert, gesägt und Beton gemischt, denn die steigenden Zahlen Studierender sowie die Modernisierung des Bildungsangebotes wollen gelungen untergebracht werden.

Juridicum, Geografisches Institut und Geowissenschaften

Bereits seit 2017 wird auf einem ehemaligen Beschäftigten-Parkplatz an einem Gebäudekomplex der CAU gearbeitet, der im Dezember dieses Jahres fertig werden soll – das Juridicum in der Leibnizstraße 4. Hier entsteht laut der Universität ein „modernes Lehr-, Forschungs- und Verwaltungsgebäude für die Rechtswissenschaftliche Fakultät“, das mit seinen fünf Stockwerke und 91 Metern Länge das Eingangstor in die Leibnizstraße bilden soll.

Nicht nur Jurist*innen profitieren durch den Neubau, denn eine Verbundbibliothek soll sowohl Rechtswissenschaften als auch Theologie, Sprach- und Geisteswissenschaften der Leibnizstraße zusammenfassen. Ein großes Plus und Entlastung für die Jagd nach Bibliotheksarbeitsplätzen während der Semesterferien sind die geplanten drei Seminarräume im ersten Stock des Juridicums. Sie sollen in der vorlesungsfreien Zeit zu Bibliotheksarbeitsplätzen für die Studierenden umfunktioniert und über die Verbundbibliothek zugänglich gemacht werden. Mit dem Juridicum bekommt die Leibnizstraße auch ein weiteres Café sowie einen Buchladen, die sich im Erdgeschoss des Gebäudes befinden werden.

Der fünfstöckige Neubau des Geografischen Instituts auf dem Gelände der ehemaligen, durch Sturmwarnungen immer wieder der Schließung unterlegenen Angerbauten soll 2020 fertig gestellt werden. Bis 2022 soll außerdem das neue Gebäude der Geowissenschaften an der Olshausenstraße nahe des Unihochhauses vollendet sein.

Neuer Medizincampus

Auch das Universitätsklinikum UKSH in der Feldstraße ist aktueller Schauplatz für bauliche Neuerungen rundum die Modernisierung der medizinischen Forschung und Lehre an der CAU, für die das Land Schleswig-Holstein in diesem Jahr insgesamt 86,9 Millionen Euro zur Verfügung stellt. Auf einer fast 4000 Quadratmeter großen Fläche werden ein Hörsaalgebäude sowie drei Forschungsneubauten gebaut – das sogenannte Quincke-Forschungszentrum soll 2019, alle weiteren 2023 fertiggestellt werden. Ein Gebäude wird das Zentrum für Integrative Systemmedizin beinhalten, das in der Früherkennung neurodegenerativer sowie chronischer Darm- und Hautkrankheiten forscht, ein Forschungsbereich der Medizinischen Fakultät der CAU, der sich bereits internationaler Anerkennung erfreuen konnte.

Visualisierung des geplanten Neubaus der Geowissenschaften / Quelle: nickl + partner, via CAU Kiel

Veloroute 10

Die Bauzäune auf der neuen Veloroute 10 sind noch nicht ganz weg, aber es darf bereits seit einigen Wochen geradelt werden: Nachdem die ehemalige Eisenbahnbrücke über der Olshausenstraße erneuert wurde, kann nun der Campus in der Leibnizstraße vollkommen ampelfrei und damit für viele auf das Auto Verzichtende deutlich schneller mit Rad, Skateboard und Co erreicht werden. Vorbei an der Rückseite des Grasweges, bunten Graffitis, der Sternwarte, dem Skatepark und den grünen Wiesen der Sportstätten gibt es auf diesem letzten Abschnitt der Veloroute sogar einiges zu entdecken.

5,3 Millionen Euro wurden seit Dezember 2012 investiert, um die nun fast fertige, durchschnittlich vier Meter breite Veloroute 10 von Kiel Hassee (Fertigstellung bis Anfang 2020) bis zur Universität zu ermöglichen. Die V10 befindet sich auf der ehemaligen Trasse des Gütergleises West und kreuzt die V4 am Hasseldieksdammer Weg sowie die V3 an der Brücke über die B76. Die Zufahrt ist an mehreren Stellen entlang der V10 möglich.

Leona Sedlaczek
Über Leona Sedlaczek 63 Artikel
Leona ist seit Juni 2014 Teil der Redaktion und war von Dezember 2014 bis Februar 2017 Chefredakteurin der Print-Ausgabe des ALBRECHT. Anschließend leitete sie die Online-Redaktion bis Mitte 2018. Leona studiert Englisch und Französisch an der CAU, schreibt für verschiedene Ressorts der Zeitung und kritisiert Land, Leute, Uni und den Status Quo ebenso gerne wie Platten.

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