Den Alltag für einen Burger vergessen

Neues Restaurant Sterntaucher in der Hopfenstraße eröffnet

Seit Ende Mai wird Kiels kulinarische Landschaft durch ein neues Restaurant ergänzt. Beinahe versteckt liegt der Sterntaucher in einer Seitenstraße beim Kieler Hauptbahnhof und bietet nun Leuten eine Anlaufstelle, die eine Abwechslung zur üblichen Café- und Restaurantszene suchen.

Aus den Lautsprechern singt Johnny Cash und während der Blick durch den Raum schweift, wird die Liebe, mit der der Sterntaucher eingerichtet wurde, offensichtlich: Der Raumaufbau wird durch Holzpodeste aufgelockert, auf denen charmant zusammengewürfelte Möbel stehen, sowie durch die offene Küche, in der die Zubereitung des eigenen Essens verfolgt werden kann. Sowohl für zwei Personen als auch für eine größere Gruppe ist Platz im Sterntaucher. Maritime Details, Stehlampen wie bei Oma und die wahrscheinlich gemütlichsten Retro-Sofas von ganz Kiel runden das Ambiente ab. Letztere laden zum stundenlangen Verweilen ein und können auch darüber hinwegtrösten, dass es in der Anfangszeit nur ein Exemplar der Speisekarte für das ganze Restaurant gibt. Wird diese dann aber bei der freundlichen Bedienung ergattert, wird klar, dass es auch ohne gegangen wäre. Die Auswahl der Gerichte ist reduziert; die Betreiber beschränken sich auf Comfort-Food wie Burger, Hot Dogs und Pommes, aber auch Salate gegen den auf See drohenden Vitaminmangel werden angeboten. Hinter Burger-Namen wie dem Fliegenden Holländer verbergen sich fluffige Brötchen und schmackhafte Buletten, alles selbstgemacht und mit Pommes für nur rund 8 Euro. Besonders ist, dass das Fleisch für die Burger von einem Bauernhof aus der Kieler Umgebung erworben wird. Auf der Website des Sterntauchers wird darauf hingewiesen, dass sogar die Möglichkeit besteht, diesen zu besichtigen.

Die Kulturbar und Eventlounge liegt in der Hopfenstraße und ist jeden Tag außer dienstags ab 9.00 Uhr geöffnet. An Werktagen gibt es Frühstück bis 12.00 Uhr und am Wochenende bis 14.00 Uhr. Im Anschluss bekommen die Gäste einen vegetarischen Mittagstisch, wie beispielsweise Ofenkartoffeln, zu äußerst studentenfreundlichen Preisen um die 5 Euro. Es soll in Zukunft auch ein regelmäßiges Programm mit Konzerten und weiteren kulturellen Veranstaltungen geben.

In der entspannten Atmosphäre des Sterntauchers ist es beinahe möglich, die Zeit zu vergessen. Doch irgendwann ruft einen der Alltag wieder. Nachdem der letzte Pommes aufgegessen ist und das Gespräch langsam einem zufrieden-satten Schweigen weicht, wird sich vorgenommen, bald mal wieder auf eine fritz kola vorbeizuschauen.

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Über Linda Kiowski 17 Artikel
Linda studiert seit dem Wintersemester 12/13 Anglistik und Germanistik. Sie ist 21 Jahre alt, begann im Dezember 2012 für den Albrecht zu schreiben.

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