Ein Fünkchen Großstadt erreicht Kiel

Vor fast einem Monat öffnete der neue Club namens „Detail“ in der Eichhofstraße 1 seine Türen. Türen, die zu einem ganz neuen und anderen Genre der Club-Kultur führen sollen. Mit den selbstbewussten Adjektiven „kreativ/ frei/anders“ zielt das Club- und Raumprojekt auf ein ganz spezielles Klientel ab, welches sich vor allem durch Kreativität, Ideenfreiheit und Begeisterung für neues aller Arten auszeichnen soll.

Gründer des Details sind zwei junge Männer namens Manès und Andreas, die beide aus Kiel stammen. Vor etwa fünf Jahren lernten sie sich kennen und entwickelten gemeinsam das Grundkonzept des Clubprojekts: Die Fusion von Club und Kultur.

Andreas, Manès und Joko vor dem wunderschönen neuen Kieler Club „detail“. (Foto: Mia Schumacher)

Beide hegten seit langem ein ähnliches Ziel; etwas neues nach Kiel bringen, etwas, was es so noch nicht gibt. „Ein Funke Großstadt ist auf uns zurückgesprungen“, erklärt Manès mit einem Lächeln. Denn in den Metropolen Deutschlands, wie Hamburg und Berlin, besteht das Nachtleben längst nicht mehr nur aus Musik und Tanzen. Mit der Fusion von Club und Kultur sei unter anderem die räumliche Mitgestaltung der Gäste gemeint, das heißt, jeder, der Bock hat und eine kreative Idee zur räumlichen Gestaltung des Clubs, ist frei darin, vorbeizukommen und diese vorzustellen und umzusetzen. Das Detail will wandelbar sein und die Besucher sollen sich angesprochen fühlen selber ein kleinen Teil dazuzusteuern. Doch der Club selbst ist nur ein kleiner Teil des sehr durchdachten Clubprojekts. Mit immer wechselnden Musikveranstaltungen lockt das Detail eine breite Masse an Musikinteressierten. Mit nur einer Ausnahme: Alles außer Kommerz! Ab September soll außerdem noch die daneben liegende Bar Teil des Details werden. Hier wollen die Jungs kreative Workshops im Bereich Fotografie, DJ-ing und verschiedenste Video- und Filmproduktionen anbieten. Durch eine gute Netzwerkanbindung zur Muthesius Kunsthochschule Kiel sollen Studenten und auch Dozenten gewonnen werden, die die Workshops veranstalten und leiten. Auch hier wird die Fusion von Club und Kultur wieder deutlich. Das Detail will mehr als ein normaler Club sein. Auch im Nachtleben versprechen Manès und Andreas neben guter Musik Neues und Außergewöhnliches. Lichtprojektionen und visuelle Kunstwerke, alle aus der Hand verschiedener Künstler, sollen nachts die Wände des Clubs zieren und eine kreative und inspirierende Atmosphäre schaffen.

„All das ist ein thematisches Großprojekt, was natürlich seine Zeit und viel harte Arbeit benötigt. Aber was uns vor allem neben der harten Arbeit und den kreativen Impulsen von anderen Clubs abheben soll, ist die Tatsache, dass wir selbst einfach wahnsinnige Lust drauf haben!“ Unabhängig von der Zahl der Besucher sei es am Anfang das Wichtigste, dass die Besucher glücklich in die Nacht hinaus schwärmen und gerne wieder kommen.

Bald soll auch noch ein kleiner Außenbereich Teil des Clubs werden, perfekt für die EM. Schöne Sommernächte können dann beim Public- Viewing der EM und vielen anderen öffentlichen Veranstaltungen genossen werden. Auch hier motivieren Andreas und Manès ein weiteres Mal alle, die Lust haben, ihre kreativen Ideen vorzustellen. Seien es Modenschauen, kleine schauspielerische Projekte oder andere künstlerische Präsentationen.

Das Detail soll ein Ort werden, an dem sich jeder motiviert fühlt seinen Ideen Hand und Fuß zu geben, während in der Nacht ausgelassen gefeiert werden kann. Das Programm für den Juni steht bereits und schaut vielversprechend aus:

Di, 19.06.2012: Cately Record Founders feat. Diaz Solo (Reggae/Dancehall/Drum n‘ Bass)

Fr, 22.06.2012: Liquid Subsdance (Dubstep/Hip Hop/Breaks/Drum n‘ Bass)

Sa, 23.06.2012: live.iert (TechHouse/Electro/ Minimal)

Sa, 30.06.2012: Room on Fire (Rock/Alternative/ Indie)

Viel Spaß beim Feiern!

Autor*in

Marie war bis zum Sommersemester 2013 die Chefredakteurin des Albrechts.

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Über Marie-Delphine Darmstaedter 5 Artikel
Marie war bis zum Sommersemester 2013 die Chefredakteurin des Albrechts.

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