Inside Hochschulpolitik: Das Referat für Internationales

Für ein warmes Willkommen in Kiel

Im International Center der Uni finden viele Infoveranstaltungen für internationale Studierende statt (Foto & Copyright: Jürgen Haacks)

In diesem Teil unserer Reihe Inside Hochschulpolitik möchten wir euch Referent Félix und seine Beauftragte Buket, die im Referat für Internationales tätig sind, genauer vorstellen. Im AStA haben die beiden sozusagen eine Sonderstellung, da das Referat als einziges autonom gewählt wird. Das heißt, dass nur ausländische Studierende der CAU mitbestimmen dürfen, wer diesen Posten besetzt und sie somit vertritt. Der Posten des*r Referent*in, den Félix zurzeit innehat, wird immer von ausländischen Studierenden übernommen, die Stelle des*r Beauftragten kann dagegen auch von deutschen Studierenden besetzt werden. 

„Wir sind eine Informations- und Beratungsstelle“ 

Buket und Félix sitzen als Vertreter*innen des AStAs in allen wichtigen, für internationale Studierende relevanten, Ausschüssen und versuchen dort, die Interessen der internationalen Studierenden zu vertreten.

Félix ist zurzeit Referent für internationale Studierende an unserer Uni (Bild: Félix Weber)

In Kooperationen mit dem Studentenwerk und dem International Center versuchen die beiden, den internationalen Studierenden den Start in Deutschland so leicht wie möglich zu machen. So wird zum Beispiel zu Beginn eines neuen Semesters ein How to handle Germany-Workshop angeboten. Der Tag ist wie eine Infomesse aufgebaut, bei dem es Kurzvorträge zu unterschiedlichen Themen gibt: Fragen wie „Was ist der Unterschied zwischen gesetzlicher und privater Krankenkasse?“ und „Wie schreibe ich überhaupt eine E-Mail an meine Dozierenden?“ werden dort beantwortet. In weiteren Willkommensveranstaltungen lernen die Studierenden Beratungsstellen kennen und erfahren von den Aufgaben des AStAs. Für dieses Semester waren zum Beispiel auch ein Fußballturnier und eine Do it yourself-Veranstaltung geplant, die aber vorerst ins Wasser fallen. 

Die Sprachbarriere ist in den meisten Situationen nur ein geringes Problem, da viele Präsentationen auf Englisch gehalten werden. Buket berichtet, dass sie selbst noch ein paar Schwierigkeiten mit der deutschen Sprache hat.

„Ich lerne erst seit drei Jahren Deutsch und finde es manchmal etwas schwierig. Die meisten Studierenden können aber sehr gut Englisch sprechen und ansonsten klappt es auch mal mit Händen und Füßen.“ 

„Ich empfinde es nicht als Job, sondern als Gelegenheit, anderen zu helfen“ 

Buket kommt aus der Türkei und ist erstmals für ein ERASMUS-Praktikum für ein Semester nach London gegangen. Ihren Master begann sie dann 2017 in Deutschland, wo es sie nach ein paar Semestern nach Kiel zog. 

„Ich kenne alle Möglichkeiten und auch die Schwierigkeiten im Ausland, denn ich habe bereits fünf Semester im Ausland verbracht. Ich weiß, dass die meisten Studierenden im Ausland Hilfe und Beratung gut gebrauchen können. Eine freundliche und vertrauenswürdige Beratung kann in so einer Situation oft vieles einfacher machen. Deswegen möchte ich mit meinem ganzen Herzen die anderen Internationalen unterstützen und ihnen helfen.“ 

Buket ist durch einen Facebook-Post auf die Stelle aufmerksam geworden. „Das Vorstellungsgespräch bei Johnny und Lisa (http://www.der-albrecht.net/inside-hochschulpolitik-johnny-lisa/) empfand ich als sehr entspannt, es war auf jeden Fall nicht so ‚klassisch‘ wie man es normalerweise kennt.“ 

Buket steht Félix als Beauftragte mit Rat und Tat zur Seite (Bild: Buket Bozdouman)

Seit März dieses Jahres ist Buket ebenfalls Wohnheimtutorin im Studentenwohnheim Christian-Albrechts-Haus, wo auch viele Studierende aus dem Ausland wohnen. Viele von ihnen haben vor allem zu Beginn Probleme mit der Internetnutzung. „Für Videokonferenzen ist die Verbindung leider manchmal zu schlecht. Wir sehen es aber oft, dass die Studierenden sich untereinander unterstützen und zusammen eine Lösung finden“ erklären Buket und Félix. 

Félix, der aus Luxemburg kommt, ist bereits seit drei Legislaturperioden im AStA tätig und somit schon ein alter Hase. Der einzige Unterschied zwischen ihm und Buket ist, dass er in den Gremien ein Mitbestimmungsrecht hat. In allen anderen Fällen wird eine Entscheidung gemeinsam getroffen. Aus seiner Sicht sind die internationalen Studierenden in Deutschland im Vergleich zu Universitäten im Ausland relativ gut vertreten. Buket stimmt zu, dass die Strukturen der demokratischen Organisationen der deutschen Universitäten sehr gut sind. 

„Wir haben die Möglichkeit, für unsere Rechte und unsere gemeinsamen Vorteile an der Universität einzutreten. Es ist großartig, dass wir Teil dieser demokratischen Struktur sein dürfen.” 

Wer seid ihr? 

Ich bin Félix und komme aus dem Großherzogtum Luxemburg. Ich studiere Politikwissenschaften und Anglistik und schreibe zurzeit an meiner Bachelorarbeit. Danach gehe ich für meinen Master nach Schottland und werde mich daher bei der Wahl nicht erneut aufstellen lassen. 

Mein Name ist Buket und ich bin seit einem Jahr in Kiel. Ich komme aus der Türkei und studiere Quantitative Economics im Master. 

Autor*in

Kristin studiert Soziologie und Politikwissenschaft im vierten Semester. Sie ist seit Ende 2018 beim ALBRECHT und ist Ressortleiterin der "Hochschule".

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