Irgendwas mit Medien

Foto: birgitH / pixelio.de

Wer anfängt zu bloggen oder seine ersten journalistischen Erfahrungen zu sammeln, merkt schnell, dass ein Post, Blogeintrag oder ein Artikel für die Lokalzeitung auch für Digital Natives nicht einfach sind. In Zeiten der Shitstorms ist es fahrlässig, sich nicht an die ungeschriebenen Gesetze der Medienlandschaft zu halten, daher fassen wir hier einmal die wichtigsten zusammen.

Da die neuen Medien unseren Alltag beschleunigen, ist es ratsam, lange Recherchen zu unterlassen, um das Tempo mithalten zu können. Nicht lange überlegen, einfach losschreiben!

Das Schwerste ist – wie immer – der Anfang. Allerdings kannst du es dir ganz einfach machen, indem du deinen Gedanken freien Lauf lässt und dir eine völlig an den Haaren herbeigezogene Einleitung bastelst. Bei Blogeinträgen kannst du gerne auch von persönlichen Erlebnissen erzählen, um somit eine private Atmosphäre aufzubauen. Da deine ersten Sätze nur der Einführung dienen, brauchst du im darauffolgenden Text auch keinen Bezug mehr herzustellen. Direkt nach den einleitenden Worten, kannst du dann mit deinem fundierten Wissen glänzen.

Inhaltlich beschäftigst du dich dann am Besten mit etwas, zu dem du schon lange deine Meinung hattest und sie nun endlich veröffentlichen musst. Gern gesehen sind übrigens Artikel zu aktuellen Forschungsergebnissen. Falls Wissenschaftler in ihrer Studie nachweisen, dass einige Phänomene stets zusammen auftreten, sind sie auf deine Hilfe als Journalist und Blogger angewiesen. Ohne dich würden sie niemals die vorliegende Kausalkette erkennen! Poste am besten sofort einen Artikel über die eindeutige Sachlage und deren notwendige Konsequenzen.

Beschäftigst du dich lieber mit anderen Themen, muss die Welt auch hier nicht auf deine Weisheit verzichten. Du kannst im letzten Drittel deines Blogeintrages oder Artikels einfach deine eigenen kleinen Weltweisheiten einfließen lassen. Politische Statements oder Allaussagen sind auch sehr willkommen.

Danach musst du dein Produkt natürlich noch mit einem Titel abrunden. Es ist ein ungeschriebenes Gesetz des Journalismus, dass du hierbei eine selbst kreierte Wortspielerei deiner zentralen Aussage oder eines geflügelten Wortes verwendest. Anspielungen auf aktuelle Publikationen sind auch gerne gesehen. Es muss auch überhaupt nicht passend sein, da es ja nur um den ersten Eindruck geht. Für Blogeinträge sind als Titel lange Sätze, die keine Aussage haben oder ironisch-überheblich daherkommen, hevorragend.

Wenn du all diese Regeln beherrscht, wirst du schon bald in die Gemeinde der Massen- oder Neuen Medien aufgenommen. Viel Erfolg!

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Conny Knieling
Über Conny Knieling 5 Artikel
Conny ist 23 Jahre alt und studiert Philosophie und Mathematik. Seit Herbst 2013 schreibt sie für den Albrecht.

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