KiWo 2019: Keine Woche ist wie diese

Die wichtigsten Neuheiten auf einen Blick

Quelle: Kieler-Woche-Büro/Daniel Wiesmann

Es ist bald wieder soweit – in wenigen Wochen findet die Kieler Woche 2019 statt und sie feiert ihr 125. Jubiläum. Zu diesem Anlass hat das Kieler-Woche-Büro auch 125 Neuerungen bekannt gegeben.

Neues vom Segeln
In diesem Jahr wird wieder mehr Wert auf das Segeln gelegt. Aus diesem Grund werden mehr Liegeplätze für Traditionssegler am Tirpitzhafen und am Sartorikai angelegt, außerdem werden diese Segler*innen von den Liegegebühren befreit. Zum ersten Mal ist auch die Youth Sailing Champions League in Kiel, während der Kieler Woche werden die besten 28 Jugendteams verschiedener Nationen an Kurzwettfahrten in J/70 Booten teilnehmen.

Neues von den Bauarbeiten
Es gibt auch strukturelle Neuheiten: Zum einen soll ein Teil der Bauarbeiten des Kleinen Kiel Kanals, die Stahlbetonarbeiten des nördlichen Beckens, bis zur Kieler Woche beendet sein. Der restliche Kanal soll zu den Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit im Oktober fertiggestellt werden. Dazu kommen einige Änderungen in der Planung: Dieses Jahr wird es keine NDR-Bühne geben. Das liegt an den Bauarbeiten am Ostseekai, wo momentan ein zweiter Terminal für die Kreuzfahrtpassagiere gebaut wird. 2019 steuern so viele Kreuzfahrtschiffe wie noch nie den Kieler Hafen an, allein während der Kieler Woche werden fünfzehn Schiffe erwartet. Die Konzerte der NDR-Bühne werden deswegen auf die Rathausbühne ausweichen. Außerdem entsteht an der Reventlouschleife ein skandinavisches Fischerdorf mit einem authentischen Marktaufbau und an der jungen Bühne wird es einen neuen Loungebereich zum Entspannen geben.

Wie die Baumaßnahmen in der Kieler Innenstadt die Kieler Woche beeinflussen. /Quelle: Eileen Linke

Neues vom Internationalen Markt
Auch der Internationale Markt verändert sich: er besticht dieses Jahr mit 36 Ständen – so vielen wie seit zwanzig Jahren nicht mehr – und zum ersten Mal ist die Slowakei vertreten. Nachdem Äthiopien, Indonesien, Türkei, Peru und Südafrika einige Jahre nicht mehr teilgenommen haben, kehren auch sie dieses Mal zurück. Andere Länder präsentieren ein neues Standkonzept, so können sich Besucher*innen in ‚Italien‘ durch einen Stylisten verschönern lassen. Und nicht nur Italien bietet mehr als landestypische Gerichte an, am litauischen Stand können Kinder Bernstein schleifen und aus den Niederlanden zeigt ein gelernter Holzschuhmacher seine Fertigkeiten. Um die Länder schon von Weitem erkennen zu können, erhalten alle Stände einen Holzmast mit der jeweiligen Landesflagge. Da das Auge bekanntlich mitisst, entstehen auf mehr als zwanzig Lagercontainern internationale Motive durch lokale Künstler*innen.

Neues von der CAU
Das Veranstaltungsformat der CAU kieler uni live macht 2019 eine schöpferische Pause. In den vergangenen acht Jahren konnten Besucher an der Kiellinie Süd Vorträge im ‚Hörsaal‘, Sportkurse und die Vielfalt der Forschung im Mikrokosmos des Ausstellungszeltes erleben. Anlass für das Aussetzen seien zum einen personelle und organisatorische Gründe, zum anderen sei es eine bewusste kreative Denkpause, erklärte Pressesprecher Boris Pawlowski.

Neues zu den Transportmöglichkeiten
Auch in Sachen Mobilität gibt es einige Neuerungen. Der Auto-Fahrdienst wird ausschließlich mit Elektrofahrzeugen unterwegs sein, die Kieler-Woche-Fahrräder werden von dem mehrfach ausgezeichneten Kieler Startup my Boo größtenteils aus Bambus gefertigt und die bewachten Fahrradparkplätze um zwei Standorte erweitert – einer am Anfang der Kiellinie bei der Seeburg, der andere im Karolinenweg bei der Krusenkoppel.

Neues in Sachen Nachhaltigkeit
Ganz im Namen der aktuellen Klimabewegung will die Stadt die Kieler Woche in ihrem Jubiläumsjahr nachhaltiger gestalten. Hierzu gehört die Einführung eines stadtweiten Pfandsystems für Trinkbecher, für welches circa 1,5 Millionen Kunststoffbecher (à 0,3 Liter) mit dem Kieler-Woche-Logo produziert wurden. Sie werden für zwei Euro Pfand an circa 90 Prozent der Stände zu finden sein. Zusätzlich sollen weiterhin Gläser für die Gäste bereitstehen. Plastikstrohhalme hingegen gehören der Vergangenheit an. Stattdessen werden Papiertrinkhalme passend zu den Kunststoffbechern im KiWo-Design angeboten. Den Standinhaber*innen steht es frei, diese zu verteilen oder für eigene Alternativen zu sorgen. Um die Anzahl der Zigarettenstummel in der Förde zu reduzieren, werden 125 Standaschenbecher entlang der Kiellinie aufgestellt und auf zusätzliche Zigarettenautomaten verzichtet. Selbst die Segler*innen sind dieses Jahr nachhaltig unterwegs: Die Leader-Shirts werden aus recyceltem Material in Deutschland gefertigt.
Passend zum Segelsport soll die Kieler Woche von den Stadtwerken zu hundert Prozent mit Strom aus Windenergie versorgt werden. Rund 280.000 Kilowattstunden werden in Windkraftanlagen aus der Region Kiel für das Segelevent produziert.
Apropos Energie: Die ResteRitter sorgen in diesem Jahr mit ihren aus Lebensmittelresten produzierten Chutneys, Marmeladen und Säften für eine umweltfreundliche Stärkung. Und die feinheimische Kieler Eis-Manufaktur Packeis stellt auf Wunsch der Landeshauptstadt das erste offizielle Kieler-Woche-Eis vor – ein veganes Himbeersorbet.


Zum Jubiläumsjahr wünscht die ALBRECHT-Redaktion viel Spaß auf der Kieler Woche 2019!

Autor*in

Antonia studiert Rechtswissenschaften an der CAU und ist seit Oktober 2018 Teil der ALBRECHT-Redaktion.

Autor*in

Eileen studiert BWL und ist seit Oktober 2018 Teil der Redaktion. Sie leitet seit Februar das Ressort für Gesellschaft. Außerdem werden viele der Illustrationen im Albrecht von ihr gezeichnet.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*