Parlamentswahlen in Südkorea

Südkorea hat ein neues Parlament gewählt. Dabei gab es eine große Überraschung: Erstmals seit 16 Jahren verliert eine Regierungspartei bei einer Parlamentswahl die Mehrheit. Nach Auszählung der Stimmen kommt die konservative Saenuri-Partei von Präsidentin Park Geun-hye nur noch auf 122 der 300 Sitze. Die oppositionelle Demokratische Partei Koreas (Minjoo) ist mit 123 Sitzen stärkste Einzelpartei.
Minjoo-Chef Kim Jong-in sagte: “Die Regierung wurde zu Recht von den Wählern abgestraft, da sie die Lebensumstände der Menschen nicht verbessert hat. Das ist die Macht der Wähler, die stärker ist als eine Kugel.”

Gedrückte Stimmung hingegen bei der Verliererpartei. Neben weiteren hochrangigen Parteimitgliedern kündigte auch der Parteivorsitzende Kim Moo-sung seinen Rücktritt an.
Mit der neuen Volkspartei ist zum ersten Mal seit 20 Jahren dazu wieder eine dritte Partei ins Parlament gekommen. Auch die Gerechtigkeitspartei ist im Parlament vertreten.
Für Präsidentin Park Geun-hye ist die Niederlage ein klarer Verlust an politischer Bewegungsfreiheit. Nicht zuletzt galt die Wahl auch als Stimmungstest für die im nächsten Jahr anstehende Präsidentenwahl.

Autor*in
Rune Weichert
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Rune ist 21 und studiert seit 2013 an der CAU Politikwissenschaft und Skandinavistik. Seit 2014 ist er beim ALBRECHT dabei. Nebenbei ist er auch beim Campusradio als Nachrichtenredakteur tätig.

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