PLATTENSAU – April 2015

Bild: Leona Sedlaczek

Ace Of Base
Titel: Happy Nation
Label: Metronome (Universal Music)
VÖ: 23. November 1993

Mitte der 90er-Jahre war es die schwedische Gruppe Ace Of Base , die mit ihrem Debutalbum Happy Nation die Charts dominierte. So sind wohl die größten Hits der Band All That She Wants oder The Sign, der zuletzt 2012 im Kinofilm Pitch Perfect gesampelt wurde. Mit einer Mischung aus verschiedenen Musikstilen, war es vor allem der damalige Techno- und Dancehype, der für Ace Of Base kennzeichnend war. Dies ist vor allem in Young and Proud , Hear Me Calling oder am französisch- angehauchten Track Voulez-vous Danser zu hören. Im Kontrast dazu stehen die ruhigeren und entspannten Tracks, wie der Titelsong des Albums Happy Nation oder Wheel Of Fortune . Von keiner 90er-Party mehr wegzudecken, waren es Ace Of Base , die den Grundstein für die heutige Dancemusik legten. (Eric Kluge)

[dunkelbunt]
Titel: Mountain Jumper
Label: [dunkelbunt records]
VÖ: 06. März 2015

To Pimp A Butterfly setzt den autobiographischen Weg des Vorgängers good kid, m.a.a.d. city fort. Während Lamar in diesem noch über seine Vergangenheit in Compton rappte, ist To Pimp A Butterfly auf die Gegenwart gerichtet. Im Zentrum des Albums steht dabei ein Text, der einen psychischen Zusammenbruch beschreibt. Die Geschichte dieses inneren Konflinkts bildet den Rahmen des Albums. Nicht nur persönliche Fehler, sondern auch gesellschaftliche Missstände, wie den anhaltenden Rassismus in den USA sind Thema. Dadurch erreicht das Album eine, in der aktuellen Popmusik fast vergleichslose, textliche Komplexität. Auch musikalisch betritt das Album teilweise neue Wege: Während 70s Funk bereits auf dem Vorgängeralbum zu hören war, fließen jetzt besonders Jazzelement in seinen Sound. (al) Hinter[dunkelbunt] steckt der erfahrene Elektro- swing-Künstler Ulf Lindemann, der mit seinem mittlerweile neunten Studioalbum ein weiteres Stück tanzbarer Musikgeschichte schreibt. Wie der Albumtitel Mountain Jumper schon verrät, steht die neue Platte ganz im Zeichen der Reise: Von China über den Orient, Osteuropa bis zum Wilden Westen – das Album ist das Echo seiner jüngsten Reisen. Musikalisch bedeutet das einen eingängigen und basslastigen Beat, Banjo, Fiddle, Slide Guitar, Hillbilly, Bluegrass und Elektro. Wenn die Songs nicht instrumental sind, krönen sie deutsche, englische oder schwedische Texte. Ein wahres Stück Musikkultur, bei dem jeder Song überrascht und somit ein Album, das einfach Spaß macht! (Leona Sedlaczek)

Elen
Titel: Elen
Label: Spreading Sparks Music
VÖ: 06. Februar 2015

Das Besondere an Elens Debütalbum ist die an Florence and the Machine erinnernde samtweiche Stimme der jungen Berlinerin, die mit ihrem mal tanzbaren, mal relaxt und zurückhaltend klingendem Folk-Pop voll im Trend liegt. Die ehemalige Straßenmusikerin finanzierte ihr Album mit Crowdfunding um Zwängen und Knebelverträgen zu entgehen. Ihr Fokus liegt auf Reduktion und Wirkung der Musik. Das Ergebnis kann sich hören lassen: Stimmungsvolle Melodien und aufrichtige Texte kreieren ein gefühlvolles Album. „Die Seele muss bleiben“, sagt auch Elen . Einige Highlights sind Feels Like Rain , Sink Like a Stone , Nobody Else und The Return . Eine Platte mit frischer Musik, die sich nicht nur für den Hintergrund sondern auch genaues Hinhören und Eintauchen wunderbar eignet. (Leona Sedlaczek)

Kendrick Lamar
Titel: To Pimp A Butterfly
Label: TOP, Dawg, Aftermath, Interscope
VÖ: 23. März 2015

To Pimp A Butterfly setzt den autobiographischen Weg des Vorgängers good kid, m.a.a.d. city fort. Während Lamar in diesem noch über seine Vergangenheit in Compton rappte, ist To Pimp A Butterfly auf die Gegenwart gerichtet. Im Zentrum des Albums steht dabei ein Text, der einen psychischen Zusammenbruch beschreibt. Die Geschichte dieses inneren Konflinkts bildet den Rahmen des Albums. Nicht nur persönliche Fehler, sondern auch gesellschaftliche Missstände, wie den anhaltenden Rassismus in den USA sind Thema. Dadurch erreicht das Album eine, in der aktuellen Popmusik fast vergleichslose, textliche Komplexität. Auch musikalisch betritt das Album teilweise neue Wege: Während 70s Funk bereits auf dem Vorgängeralbum zu hören war, fließen jetzt besonders Jazzelement in seinen Sound. (Arne Lüthje)

Bannerhintergrund von Markus Spiske, bearbeitet (mlt)

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Plattensau
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Die Plattensau ist die Musikredaktion der Hochschulzeitung DER ALBRECHT. Seit Anfang 2010 erschnüffelt sie fachkritisch drei Neuerscheinungen sowie einen Klassiker pro Print-Ausgabe. Von The Smiths über Fritz Kalkbrenner und Bratze, bis hin zu Taylor Swift ist für jeden Geschmack etwas dabei. Regelmäßige Updated gibt es auch auf der Plattensau facebook Page: https://www.facebook.com/Plattensau

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