Plattensau Juni 2011

Bild: Leona Sedlaczek

The Antlers
Titel: Burst Apart
Label: Cooperative Music
VÖ: 24. Juni 2011

Aus großstädtischer Einsamkeit entstand das erste Album der Antlers, damals noch Soloprojekt des Frontmanns Peter Silberman. Mit ihrem neuesten Werk versuchen die mittlerweile drei New Yorker, das Glück und sich selbst besser zu verstehen, vorwärts zu kommen, ohne die Vergangenheit abzuwerfen. Getragen von sphärischem Rock lässt sich so auch auf Burst Apart die unverkennbare Verschmelzung von Fragilität und behutsamer Intensität wiederfinden, doch wirkt diese nun gefestigter, erwachsener.


Cloud Control
Titel: Bliss Release
Label: Infectious
VÖ: 20. Mai 2011

Vier Bandmitglieder, die üblichen Instrumente, simple Songstrukturen – die Australier von Cloud Control verzichten auf viel Schnickschnack und Experimentiererei und konzentieren sich stattdessen auf die Eingängigkeit ihrer meist poppigen Songs. Trotzdem ist ihr Debüt charakterstark und insbesondere die Melodien und Harmonien des Gesangsduos Alister Wright/Heide Lenffer sorgen für das gewisse Etwas. Bliss Release macht beschwingend glücklich – und liefert die perfekte Hintergrundmusik für den Sommer.


Looptroop Rockers
Titel: Professional Dreamers
Label: Bad Taste/Soulfood
VÖ: 11. Mai 2011

Haare und Gesellschaftskritik wie Zack de la Rocha und nordischer (schwedischer) by Nature als wir hier – das ist vier mal fantastisch. Embee, Promoe, CosM.I.C. und Supreme bringen ihr fünftes Album – wie immer unter einer Stunde Spielzeit. Der Beat wird ins Detail geliebt, er kuschelt mit dem Ohr in einem frischbezogenen Daunenbett. Schnuffeltücher sind Akkordeon- und Bläsersounds, sowie Dancehall- und Dubstep Einflüsse. Die Looptruppe bleibt sich treu und weiß ihren Beruf zu schätzen – professionelle Träumer eben.


Gil Scott-Heron
Titel: A New Black Poet – Small Talk at 125th and Lenox
Label: Flying Dutchman/RCA
VÖ: 1970

1970 wird der 21-jährige Poet Gil Scott-Heron Musiker. In einem Nachtclub nimmt er sein Debüt live auf, welches überwiegend aus Bongo-
Percussion und Sprechgesang besteht. Er drückt seinen Ärger über die Gesellschaft mit ehrlichem und ironischem Scharfsinn aus – in dieser Form bis dahin neu. Die Beat Generation klingt durch und „The Revolution will not be televised“ wird Protest-Song und geflügeltes Wort zugleich. Er weiß es nicht, aber eine neue Musik-Kultur zeichnet sich schon ab. Wer hat den Rap erfunden?! Rest In Peace!

Bannerhintergrund von Markus Spiske, bearbeitet (mlt)

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