Plattensau Mai 2011

Bild: Leona Sedlaczek

Fleet Foxes
Titel: Helplessness Blues
Label: Cooperative Music
VÖ: 29. April 2011

Es sind die ergreifenden Melodien und Harmonien, das meisterhaft vielfältige Songwriting und der liebevolle Umgang mit Bildern in ihren Texten, die Fleet Foxes aus Seattle so außergewöhnlich aufregend machen. Ihr neues Album vereint Poesie mit Leichtfüßigkeit, eingängigen Folk mit zugänglicher Experimentierfreude, ist herzerfreuend, bisweilen sogar markerschütternd, führt an entlegene Orte und in längst vergangene Zeiten. Helplessness Blues ist idyllische Abgeschiedenheit in ihrer schönsten Form.


CunninLynguists
Titel: Oneirology
Label: QN5 Music
VÖ: 25. März 2011

„Ausgefuchste linguistische“ Wortakrobatik durch rhetorische Mittel und Bildsprache sowie außergewöhnliche Samples aus Psych-Rock, Blues, Polka und Klassik machen aus den Cunnin- Lynguists, was sie sind. Das Konzeptalbum über die wissenschaftliche Untersuchung von Träumen begibt sich in einem melancholisch-nachdenklichen Grundton auf die Reise durch das menschliche Unterbewusstsein mit all seinen Abgründen. Die Beats schweben sphärisch über dem Traum- Motiv. Guter Schlaf ist vorprogrammiert.


Crystal Stilts
Titel: In Love With Oblivion
Label: Fortuna Pop
VÖ: 15. April 2011

„Jeder, der in Florida aufwächst, will nach New York.“ JB Townsend und Brad Hargett zogen deswegen nach Brooklyn und gründeten dort die Crystal Stilts. Auch musikalisch dominiert der Sound der Metropole: das experimentelle Scheppern Velvet Undergrounds, der wahnsinnige Garagenpunkrock der Cramps. Die hypnotische Orgel und der tiefe, monotone Gesang à la Joy Division machen In Love With Oblivion zu einem eigenwilligen Album, das Artyness mit dem Spaß des Surfrock vereint.


The Velvet Underground
Titel: The Velvet Underground & Nico
Label: Verve
VÖ: 12. März 1967

Das 43 Jahre alte Debütalbum ist damals wie heute von Modernität geprägt. Es bricht mit Popmusik-Konventionen und vereint Rock‘n‘Roll mit avantgardistischem Minimalismus – zu ungestüm, zu kontrovers, zu anders. Es prophezeit den Punk, ist pop-artiges Massen-Kunstwerk und trägt die Aura des großen Andy Warhol. Einflussreichtum und Einzigartigkeit – auch noch im Jahr 2011. Peel slowly and see.

 

Bannerhintergrund von Markus Spiske, bearbeitet (mlt)

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