Yoga mit Sauna-Feeling

Hot Yoga im Selbstexperiment

Bild: StockSnap // pixabay

Puuh… das war doch anstrengender als gedacht. Während des diesjährigen Yoga-Tages in Kiel habe ich verschiedene Yogastudios ausprobiert. Schluss mit YouTube-Videos von Mady Morrison und rein in die Welt des Yogas. Dabei bin ich zum ersten Mal auf das sogenannte Hot Yoga gestoßen.

Hot Yoga – Was das ist?

Yogaübungen bei Temperaturen zwischen 33 und 40 Grad Celsius praktizieren, genau das wollte ich ausprobieren und habe deshalb ein Probeabo über zehn Tage abgeschlossen. Ich war fester Überzeugung, jeden Tag einmal hinzugehen und einen Kurs zu besuchen. Aber wie das Leben nun einmal so spielt, habe ich es ‚nur‘ an sechs Tagen geschafft.

Bei meinem ersten Besuch sollte ich dreißig Minuten vor Kursbeginn da sein, damit ich eine kleine Einführung bekommen konnte. Die wichtigste Information war dabei sicherlich, dass ich mir überhaupt keine Sorgen machen soll, wenn mir zwischendurch mal schwarz vor Augen wird, das sei am Anfang völlig normal. Wenn’s sonst nichts ist… Nach ein paar Kursen passiert das jedoch nicht mehr, da der Körper sich an die warmen Temperaturen gewöhnt. Die Hitze soll dabei besonders schonend für den Körper sein. Die Kurse werden immer von unterschiedlichen Yogalehrer*innen gegeben, was eine angenehme Abwechslung darstellt. Auch die Kurszusammensetzung war jedes Mal verschieden: jung und alt, dünn und dick, und, zu meiner eigenen Überraschung, weiblich und männlich.

Ab auf die Matte

Bevor es in die Umkleidekabine geht, wird schon einmal mit der Yogamatte ein Platz reserviert. Nachdem sich alle ihre Sporthosen mit Mandalaprint angezogen haben, geht es bewaffnet mit mehreren Litern Wasser und einem Handtuch zurück auf die Matte. Denn: Schweiß ist vorprogrammiert. Individuelle Aufwärmübungen folgen, wobei ich leicht überfordert war. Gedanken wie „Welche fancy Übung mache ich denn jetzt?“ kreisten durch meinen Kopf, bevor ich mich meist dazu entschied, dass ruhig daliegen und ‚auf der Matte ankommen‘ auch eine gute Option ist.

Die Kurse dauern zwischen 60 und 90 Minuten und sind mal schneller, mal langsamer – je nachdem, ob ein Pilates- oder Vinyasa-Kurs ausgesucht wird. Es wechseln sich verschiedene Haltungen, sogenannte Asanas, ab, während ganz bewusst auf die Atmung geachtet wird. Viele der Bewegungen haben es ganz schön in sich, aber es wurden immer einfachere Alternativen vorgeschlagen, sodass auch Neulinge gut reinkommen. Der Herabschauende Hund ist wohl noch für jede*n machbar, aber spätestens bei der Krähe, wo ausgehend von einer hockenden Position sich nur noch auf den Händen gehalten wird, bin ich dann kläglich gescheitert und habe mit Staunen die Personen beobachtet, die das tatsächlich schaffen.

Bereit zu schwitzen?

Mir hat Hot Yoga echt gut gefallen. Es ist eine super Möglichkeit zum Abschalten nach einem stressigen Tag an der Uni und nach der Stunde ist einem wohlig warm von innen. Leider ist es für das chronisch leere Studi-Portemonnaie nicht so gut geeignet. Allerdings sollten wir als Studierende so viel wie möglich ausprobieren, denn es gibt bei vielen Freizeitaktivitäten Studi-Rabatte.

Meine persönliche Empfehlung bezüglich Hot Yoga: Erst einmal mit einem langsameren Kurs anfangen, bevor in tropenähnlichen Temperaturen Pilates ausgeübt wird, denn da kommt der Schweiß vor Anstrengung selbst aus den Augen. In diesem Sinne: Namaste!

Autor*in

Kristin studiert Soziologie und Politikwissenschaft im dritten Semester. Sie ist seit Ende 2018 beim ALBRECHT.

Über Kristin Finke 5 Artikel
Kristin studiert Soziologie und Politikwissenschaft im dritten Semester. Sie ist seit Ende 2018 beim ALBRECHT.

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