THE KILLING OF A SACRED DEER – Kurzkritik

The Killing of a Sacred Deer
(Yorgos Lanthimos, GB/USA 2017)

Wer die früheren Filme (Dogtooth, The Lobster) des griechischen Regisseurs kennt, weiß um dessen Besonderheit. Er polarisiert das Publikum mit seinen Werken, ähnlich wie beispielsweise Michael Haneke. Doch selbst ohne das Wissen über seine älteren Filme, wird einem schnell bewusst, dass The Killing of a Sacred Deer unkonventionell erzählt. Mittels der Verwendung von Totalen in den Zimmern muten die Figuren teilweise verloren oder distanziert an und gleichzeitig erzeugt das Bild eine Leerstelle, die auf etwas Unbekanntes verweist. Lanthimos Filme erzählen auf eine poetische Weise von individuellen und gesellschaftlichen Missständen, wobei er die metaphorische Ebene hin und wieder zugunsten expliziter (physischer) Sequenzen verlässt. The Killing of a Sacred Deer hält nicht ganz das Niveau seiner Vorgänger, nichtsdestoweniger ist er eine absolute Heimkinoempfehlung.

7 von 10 HeimKinoKatzenpunkte


Quelle Titelbild: Alamode

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Marc Asmuß
Über Marc Asmuß 37 Artikel
Marc studierte Politik, Soziologie und Medienwissenschaft in Kiel. Für den ALBRECHT schreibt er seit 2015 insbesondere für das Kulturressort und dessen Filmsparte KinoKatze.

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