We proudly present: the CAU-Card!

Ein Kommentar von Mimke Teichgräber

Der Kampf gegen die Natur hat ein Ende: ab dem Wintersemester 2016 ist unser Studentenausweis nicht mehr durch Feuer, Wasser oder Zerreißen bedroht! Der kleine Fetzen, den wir momentan unser Eigen nennen, wird dann durch eine Chipkarte aus Kunststoff, die CAU-Card, ersetzt. Dass das Leben der hiesigen Studenten dadurch in verschiedenen Bereichen erleichtert werden könnte, hat jeder Student bereits gewusst. Deshalb scheint es verwunderlich, dass sich die CAU dieser fast schon wieder veralteten Selbstverständlichkeit erst jetzt beugt. Das Projektteam verweist darauf, dass die Umstellung bereits Ende 2013 beschlossen wurde, die Projektarbeit 2014 begann und „jetzt einen Entwicklungsstand erreicht hat, der eine Ausgabe der Karte an die Studierenden der CAU ermöglicht“.

Diese Karte soll bereits im jetzigen Sommersemester ausgegeben werden, und ermöglicht damit schon vor der Aktivierung im Wintersemester, sich auch gegen Ende des Semesters ausweisen zu können, ohne sich für den unleserlichen und zerknüllten Zustand eines lila-weißen Fetzens rechtfertigen zu müssen. Außerdem soll die CAU-Card fast alle relevanten Universitätsfunktionen vereinen und so Frauenportemonnaies ihrer Wunschfigur etwas näher bringen.

Die Funktionen im Überblick: Durch das genormte Foto im 3:4-Format kann der Ausweis für die Nutzung von Studentenpreisen oder Bussen nur noch an eineiige Zwillinge oder maskenbildnerisch versierte Kunststudenten verliehen werden, womit der Studentenausweis nun endlich seinen Namen verdient. Das Semesterticket soll fortan durch den Aufdruck des Kürzels des Verkehrsverbundes Region Kiel auf der Vorderseite der Karte erkennbar sein. Um diese Funktion jedes Semester neu nutzen zu können, muss die Karte in speziellen Terminals validiert werden, nachdem der Semesterbeitrag bei der Universität eingegangen ist. Durch Aufladen der Karte an den bekannten Terminals in den Mensen, kann damit außerdem der Mensaspeise gefrönt und in der DocuLounge kopiert werden. Doch Vorsicht: Nicht alle Kopierer der Universität können mit dem Luxus der neuen Karte umgehen, und verweigern deshalb eventuell den Dienst.

Auch die Bibliotheks- und Unisportkarte sollen langfristig abgelöst werden. Durch eine Benutzernummer und einen entsprechenden Barcode auf der Rückseite sollen alle Funktionen der Zentralbibliothek und des Hochschulsports genutzt werden können. Für Fachbibliotheken gilt die CAU-Card allerdings nicht, der Student soll wohl nicht zu abhängig davon werden. Bei beiden Funktionen ist aber noch von einer Übergangsfrist zur Umstellung von etwa einem halben Jahr die Rede. Deshalb, und da für die Nutzung beim Hochschulsport ein Gang zum Hochschulsportbüro nötig wird, sollten die aktuellen Ausweise keinesfalls sofort aus purer Euphorie zerstört werden.

Zur Sicherheit wurde online unter ‚Funktionen der CAU-Card‚ schon der Punkt Zutrittskontrollen eingeführt. Obwohl diese Funktion in naher Zukunft noch nicht angewendet werden wird, könnte die Karte zukünfitg bei elektronischen Zutrittskontrollsystemen als Identifikationsinstrument genutzt werden. Da außerdem bald Notfallpläne für Amokläufe oder andere Bedrohungen im Universitätsbetrieb entstehen sollen, scheint es, als würden neue Zeiten anbrechen. Hoffen wir, dass diese Pläne nicht angewendet werden müssen und wir dank dieser glorreichen Errungenschaft des 21. Jahrhunderts uneingeschränkt im Licht des Fortschritts leben können.

DER ALBRECHT ermutigt die Studierenden mit ihren Fotos und einem Sekt, die Umsetzung zu begrüßen und gratuliert der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel zu der Entscheidung, ein längst etabliertes System auch hier zu nutzen.

Quelle Titelbild: CAU Kiel

Autor*in

Studiert seit 2013 Psychologie in Kiel, und frönt dem ALBRECHT seit dem Wintersemester 2014/15, von 2015 bis 2017 als Bildredakteurin und von Januar 2017 bis Januar 2018 als stellvertretende Chefredakteurin.

Mimke Lena Teichgräber
Über Mimke Lena Teichgräber 47 Artikel
Studiert seit 2013 Psychologie in Kiel, und frönt dem ALBRECHT seit dem Wintersemester 2014/15, von 2015 bis 2017 als Bildredakteurin und von Januar 2017 bis Januar 2018 als stellvertretende Chefredakteurin.

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