Huggulegt in der abgeschiedenen Northern Lights Lodge

Leseratte: Das kleine Hotel auf Island

Bild: Rebecca Geisler

In Julie Caplins neustem Roman der RomanticEscapes-Reihe Das kleine Hotel auf Island bekommt das isländische Wort huggulegt, zu Deutsch gemütlich, eine ganz neue Bedeutung. Der Roman verspricht gemütliche Kerzenscheinstunden im kalten Island und dazu ein Hotelteam, welches für Zusammenhalt steht. 

Das neue Leben in der Northern Lights Lodge 

Als Lucy ihren Job als Hotelmanagerin in einem der erfolgreichsten Hotels Europas durch ein pikantes Video verliert, steht sie erst einmal planlos und zusätzlich auch ohne ihren Freund da. Die Jobsuche gestaltet sich als schwierig, bis sie das Angebot bekommt, für zwei Monate Hotelmanagerin in der Northern Lights Lodge, einem kleinen Hotel auf Island, zu werden. Lucy sieht ihre Chance und reist kurzerhand auf die Insel. Was sie nicht weiß: Der neue Käufer des Hotels hat seinen besten Manager als Barmann eingeschleust, um Lucy und ihre Arbeitsweise auszuspionieren und zu beurteilen, wie es um das Hotel steht. So klein das Hotel auch scheinen mag, so viele Probleme hat Lucy nach ihrer Ankunft zu lösen: Schafe im Pool, kaputte Autoreifen, defekte Generatoren. All das und der Barmann Alex bescheren ihr schlaflose Nächte im Hygge-Hotel.  

Eine Wohlfühlreise nach Island 

Es handelt sich bei Das kleine Hotel auf Island zwar um den vierten Band der Reihe, jedoch lässt er sich auch einzeln lesen. Die Geschichten der Bände sind nur minimal miteinander verknüpft und die Handlungen sind auch ohne Vorkenntnisse nachvollziehbar. Sowohl Julie Caplins Schreibstil, als auch ihre Beschreibungen der isländischen Umgebung, sorgen dafür, dass sich ein Wohlfühlgefühl im Bauch der Lesenden breitmacht. Trotz des kalten Klimas lässt es sich wunderbar in die Welt von Lucy und ihrem Team eintauchen, denn hygge oder auch huggulegt wird hier großgeschrieben. 

Die Charaktere laden dazu ein, zu lachen und verdeutlichen, was Zusammenhalt bedeutet. Lucys Entwicklung im Verlauf des Romans ist überzeugend und so wird aus der eingeschüchterten Frau eine organisierte und lösungsorientierte Hotelmanagerin, die in ihren Mitarbeiter*innen nicht nur Kolleg*innen, sondern auch Freund*innen findet. Während ihrer Zeit in der Northern Lights Lodge wird ihr bewusst, dass es nicht mehr ihr Traum ist, ein großes Hotel zu leiten, sondern stattdessen das kleine, persönliche Hotel auf Island ihr Herz gewonnen hat. 

Die Beziehung zwischen den Protagonist*innen Lucy und Alex entwickelt sich langsam und nebenbei, denn das Hauptaugenmerk liegt auf den Problemen der Lodge, welche es zu lösen gilt, und nicht auf der sich anbahnenden Romanze. Dennoch sorgen die intimen Momente der beiden für Ruhe und auch ihr Konflikt wird ohne Drama mit erwachsenen Gesprächen und reflektierten Gedanken gelöst. 

Alles in allem ist Das kleine Hotel auf Island perfekt für Zwischendurch, um mal wieder abzuschalten und sich in ein anderes Land mit viel Natur entführen zu lassen.   

Autor*in

Rebecca ist 24 Jahre alt, studiert Deutsch und Philosophie im Profil Fachergänzung und ist seit Oktober 2018 beim ALBRECHT. Seit Januar 2019 leitet sie das Lektorat.

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Über Rebecca Geisler 11 Artikel
Rebecca ist 24 Jahre alt, studiert Deutsch und Philosophie im Profil Fachergänzung und ist seit Oktober 2018 beim ALBRECHT. Seit Januar 2019 leitet sie das Lektorat.

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