JAHRHUNDERTFRAUEN (20th CENTURY WOMEN) – Kurzkritik

Braucht es einen Mann, um einen Mann großzuziehen, fragt sich die alleinerziehende Mutter Dorothea (Annette Bening) in Mike Mills 20th Century Women. Nachdem Mills mit Beginners eine Vatergeschichte begonnen hat, schließt er seine Elternerzählung mit einer Mutterrolle ab. Die Geschichten existieren unabhängig voneinander, jedoch verbinden sie Mills Stilmittel. Voice-Over, Text- sowie historische Fotoeinblendungen werden verwendet, um in der Zeit vor- und zurückzuspringen. Die Erzählung beginnt 1979. So wie das Jahr zwischen zwei Jahrzehnten liegt, wissen auch die Figuren nicht genau, wohin sie gehören. Dorothea lebt mit ihrem 15-jährigen Sohn Jamie (Lucas Jade Zumann), der jede Nacht platonischen Besuch von Julie (Elle Fanning) bekommt sowie den beiden Untermietern Abbie (Greta Gerwig) und William in einem großen, renovierungsbedürftigen Haus. Neben der Bewältigung ihrer eigenen Probleme, versuchen die exzentrischen Persönlichkeiten die Vaterfigur zu ersetzen. 20th Century Women verfügt über das Potenzial, sein Publikum zu polarisieren.

8 von 10 Kinokatzenpunkte


 Bildquelle Titelbild: A24

Marc Asmuß
Über Marc Asmuß 43 Artikel
Marc studierte Politik, Soziologie und Medienwissenschaft in Kiel. Für den ALBRECHT schreibt er seit 2015 insbesondere für das Kulturressort und dessen Filmsparte KinoKatze.

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