HAPPY END – Kurzkritik

Zwei Blockbuster werden den Kino-Herbst eröffnen. Zum einen Denis Villeneuves Blade Runner 2049 (5. Oktober) und zum anderen die deutsche Produktion Fack ju Göthe 3 (26. Oktober) von Bora Dagtekin.
Wer jedoch europäische Autorenfilme mag, sollte ein Kinoticket für Michael Hanekes neuen Film Happy End (12. Oktober) lösen. In Happy End erzählt Haneke von den verborgenen Gefühlen seiner Figuren. Der äußere Schein der wohlhabenden Familie wirkt makellos, doch selbst im Privaten verhält sich die Familie oberflächlich, fast klinisch.
Ihre gewalttätigen, sexuellen oder kriminellen Geheimnisse werden im 21. Jahrhundert natürlich über das Internet kanalisiert. Zusammenfassend ist Happy End eine toll besetzte und inszenierte, jedoch bekannte Geschichte von Haneke, über eine dysfunktionale Familie und die Kritik am Großbürgertum, dieses Mal jedoch vor dem Hintergrund der europäischen Flüchtlingspolitik.

6 von 10 Kinokatzenpunkte


Bildquelle Titelbild: X-Verleih

Marc Asmuß
Über Marc Asmuß 43 Artikel
Marc studierte Politik, Soziologie und Medienwissenschaft in Kiel. Für den ALBRECHT schreibt er seit 2015 insbesondere für das Kulturressort und dessen Filmsparte KinoKatze.

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