Ein Guide zum guten Kaffeetrinken

Die Hände zittern leicht, der Kopf schwankt schon gefährlich müde zur Seite und die Hausarbeit verschwimmt langsam vor den Augen. Das ist einerseits kein erstrebenswerter Allgemeinzustand, andererseits auch die stumm kreischende Ankündigung einer feinen Kaffeepause. Ein Milchkaffee ist aber ungefähr das letzte, was da jetzt wach machen kann. Nach so viel Milch fällt maximal noch der Kopf auf die Tastatur und vollendet die vorgeschriebene Seitenzahl in Rekordzeit. Doch auch ein Espresso wäre nun vielleicht ein Fehlgriff. Die Minibombe Koffein platzt gegebenenfalls hibbelig in das Nervensystem und jagt jeden klugen Gedanken viel zu schnell wieder fort. Fix also einen Cappuccino? Die blasige Milch erinnert direkt an ein Schaumbad – das wäre jetzt die optimale Rettung vor der Hausarbeit, aber leider schrecklich unproduktiv. 

Als ideale Lösung käme dagegen ein Heißgetränk aus Australien daher. Der Flat White basiert in der Regel auf einem doppelten Ristretto mit cremiger, aber nicht schaumiger Milch. Ein Ristretto ist stärker extrahiert als ein Espresso und nimmt im Glas etwa die halbe Menge ein. Die Milchmenge entspricht oft der eines Cappuccinos, allerdings ohne Milchbart-Risiko. Von der Seite betrachtet wölbt die Milch sich nicht über den Glasrand, sondern bleibt flach – Flat White. Wenn es etwas weniger Milchanteil sein darf, lohnt sich auch die Suche nach einem Cortado auf der Karte. Der Espresso- und Milchanteil ist ebenbürtig. Genau in der Mitte geschnitten sozusagen – Cortado. Nun aber genug Kaffeesatz und ‘ran an die Buletten: Denn diese Hausarbeit schreibt sich zwar leichter mit Kaffee, aber noch immer nicht von selbst! 

Autor*in

Lena studiert Deutsch und Englisch und ist seit November 2020 Teil der Albrecht-Redaktion.

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